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Meter 2 Cash – die Zukunft der Billingsysteme

Mehr Digitalisierung – niedrigere Kosten – schnellere Umsetzung – vererbte Systeme:
Der Druck nimmt zu. Werden die Risse zu Brüchen?

Der Druck auf spezielle etablierte Energieversorger hat im laufenden Jahr nochmals zugenommen. Die Netzseite sieht sich immer stärker gezwungen, entweder im Substanzbetrieb weiter einzusparen, oder aber ertragswirksame neue Geschäftsfelder aufzubauen. Die Lieferantenseite wiederum erprobt alle möglichen Spielarten neuer Produkte und Dienstleistungen, arbeitet massiv an der Digitalisierung der Kunden- und Belieferungsprozesse und bereitet sich auf eine Smart Metering-basierte dynamische Abrechnung vor.

Vor allem Energielieferanten beklagen sich dabei häufig über die Schwerfälligkeit und die Kosten der Abrechnung und der zugrundeliegenden Systeme. Die seit über einem Jahrzehnt vergleichsweise stabile „Tektonik“ der Systeme für Abrechnung, Belieferung, Marktkommunikation und Energiedaten-management bekommt Risse. Diese tektonischen Risse könnten zum „Plattenbruch“ führen. Viele mittlere und große EVU sprechen einen möglichen Bruch mit den bisherigen IT- und Servicestrukturen sehr offen an. Und sie haben sehr deutliche Vorstellungen über die maximal möglichen Kosten für die Meter-to-Cash-Strecke.

Die im BEMD organisierten Dienstleister befinden sich hier inmitten des Geschehens, sie arbeiten quasi „am Grabenbruch“. Sie bekommen immer wieder Erdstöße mit, die durchaus als „Vorbeben“ interpretiert werden können.

Im vergangenen Jahr hat der BEMD-Kongress in erster Linie die Vorstände von Energieversorgern befragt. Dieses Jahr wollen wir den Blick stärker auf die Umsetzung und den Maschinenraum richten. Wir sprechen diejenigen an, die aus eigener Erfahrung über die Kluft zwischen Leistungsanspruch und Kostenerwartung berichten können. Wir sprechen gezielt die Fragen an, die für das Arbeiten am Epizentrum relevant sind und die für den konstruktiven Umgang mit einer möglicherweise bald neuen Tektonik der Systeme und Prozesse beantwortet werden müssen.

Programm

Programm als PDF

8. November 2017

19:00 Uhr

Vorabendveranstaltung: 10 Jahre BEMD

  • Restaurant Acqua Pazza, Dortmund

9. November 2017

07:15 Uhr

Morning Run

  • Treffpunkt: Hoteleingang (Arcadia Grand Hotel, Dauer: Ca. 45 Minuten)
09:45 Uhr

Regulierer und Akteure

  • Moderation

Dr. Hermann Janning, Dr. Janning Unternehmensberatung GmbH

10:00 Uhr

Aus der Erdbebenwarte: Ein gesamtheitliches Lagebild aus Sicht eines EVU

  • Ist der Vergleich mit den „Vorbeben“ übertrieben?
  • Welche anderen potentiellen Epizentren gibt es in den Konzernen? Sind die wichtiger?
  • In welchen Schritten wird die Frage nach der Systemarchitektur für die digitalisierte Prozesswelt im Konzern bearbeitet und entschieden? Gibt es da eine oder ggf. auch mehrere Antworten?
  • Welche Rolle spielen da die Dienstleister: Lohnfertiger? Systemzulieferer? Entwicklungspartner?

Oliver Bolay, Geschäftsführer, E wie einfach GmbH

10:40 Uhr

Kaffeepause

11:10 Uhr

Vorbeben: Die Digitalisierung verändert die Systemarchitektur

Hier einheitliche Massenprozesse, dort individuelle Kundenbetreuung und vertriebliche Freiheiten: Drei Positionen zu dem altbekannten Konflikt um die heutigen Systemarchitekturen

  • Basisbetrieb zu teuer, Anpassungen zu aufwändig, Schnittstellenhandling zu komplex
  • Für die „Digitalisierung“ scheinbar nur bedingt geeignet
  • „Das kann doch nicht so schwierig sein...“: Überlagerung der Komplexitätsebenen: Hier Buchhaltungsanforderungen, Auditierbarkeit und Compliance, dort klare Prozessstrukturen und ausgeprägte Webfähigkeit

Timo Dell, Leiter neue Geschäftsfelder, rku.it GmbH
Kirsten Hasberg, Consultant, Energy Democracy & Aalborg Universität Kopenhagen
Holger Strotmann, Geschäftsführer, NATUVION GmbH

12:40 Uhr

Markttransparenz für IT-Lösungen Meter to Cash:
Vom Standardleistungsverzeichnis des BEMD über den Kriterienkatalog zur Anbietermatrix

Ergebnisse der BEMD Arbeitsgruppe IT-Lösungen Meter to Cash

  • Vorgehen und Methodik
  • Überblick über IT-Lösungen 2017
  • Nächste Schritte

Ingo Schöbe, Torsten Wallek, Leiter AG IT-Lösungen, BEMD

13:25 Uhr

Mittagspause

14:30 Uhr

Der Fels wird weich:
Die Digitalisierung verändert die Prozess- und Arbeitswelt

  • Die Digitalisierung verändert die Prozesswelt grundlegend: Welche Prozesse und Arbeitsbereiche sind am stärksten betroffen?
  • Arbeitsorganisation: neue Qualifikationen entstehen (und bisherige werden überflüssig)
  • Wer genau initiiert/finanziert/treibt die Digitalisierung
  • Neue Geschäftsmodelle: Energiehandel mit Nutzung von Blockchain-Mechanismen; Prosumer-Unterstützung; Data Mining; welche Chancen haben google&Co.

Prof. Dr. Alexander Mädche, KIT
Stefan Grützmacher, Berater, SGBB GmbH

15:30 Uhr

Kaffeepause

16:00 Uhr

Wenn die Kompassnadel zittert: gibt es eine gesicherte Faktenlage?

I. Die Sicht der Anwender:

  • Was nutzt ein Kriterienkatalog, was nutzt ein Leistungskatalog des BEMD?
  • Erwartungen an die Systemhersteller aus Sicht der Praktiker

Dietmar Sperfeld, Geschäftsführer, Soluvia Billing GmbH

II. Zwischenstand der bdew-VKU-DSAG Initiative

Dr. Frank Schmidt, Bereichsleiter, Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

III. Die Sicht des Analytikers:

  • Gibt es (halbwegs) gesicherte Daten über die Kosten-Nutzen-Wirkung?
  • Gibt es valide Benchmark-Daten?

Dr. Volker Lang, Partner, A.T. Kearney GmbH

17:30 Uhr

Diskussion „Zukunft der Billingsysteme“

mit Impulsvorträgen der IT-Lösungsanbieter M2C

Diskussionsleitung: Klemens Gutmann, Geschäftsführer, regiocom GmbH

18:30 Uhr

Resümee, Ende des Kongresses

19:00 Uhr

Abendveranstaltung

 

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