BEMD Jahreskongress 2016 – Programm ab sofort online

18. August 2016

Am 10.11.2016 geht der BEMD Jahreskongress in die erste Runde, ab sofort ist auch das aktuelle Programm auf unserer homepage unter www.bemd.de/jahreskongress einsehbar.

Sessions wie „Regulierer und Akteure“ oder auch „Konkret & Praktisch: Neue Geschäftsideen“ runden den Kongress unter dem Thema „Digitalisierung in der Energiewirtschaft – Wer nutzt die Chancen, wer erhält die Rendite?“ ab. Die Einladungen wurden in der letzten Woche versandt. Bitte leiten Sie die Einladung oder/und das Programm an Ihre Geschäftspartner weiter.

Ausstellungs- und Sponsoringpakete verfügbar

18. August 2016

Es besteht ebenfalls noch die Möglichkeit, eines der Sponsoringpakete zu buchen, um sich und sein Unternehmen auf dem Kongress entsprechend zu platzieren. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei der Geschäftsstelle oder können Sie ebenfalls unter der Website anfordern: www.bemd.de/jahreskongress

Erfolgreich den Weg ebnen

10. August 2016

Die Netzgesellschaft Mitnetz Strom und der IT-Dienstleister GISA wollen Stadtwerke bei der wirtschaftlichen und sicheren Einführung der Smart-Meter-Technologie unterstützen.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende regelt die Anforderungen für den Einbau und die Administration intelligenter Messsysteme. Die in Mitteldeutschland führende Netzgesellschaft Mitnetz Strom sowie der IT-Dienstleister und Branchenspezialist GISA arbeiten eng zusammen und bieten Energieerzeugern schon heute passende Lösungen dafür an. „Wir arbeiten gemeinsam an Mehrwerten für unsere Kunden“, erklärt Dirk Hünlich von Mitnetz Strom. Deshalb entwickeln die beiden Partner gezielt Anwendungen und Szenarien, die Stadtwerke für ihr Marketing nutzen können.

Smart Meter sind auch die Voraussetzung für stärker verbrauchsabhängige Produkte auf dem Energiemarkt. So lassen sich für den Bereich der Energiewirtschaft stark individualisierte und völlig neue Tarifoptionen kreieren. Die Smart-Meter-Einführung umfasst aber auch weitreichende Änderungen in allen Prozessen – von der Implementierung neuer Technik über die Vermittlung von Messwerten bis hin zur Weiterverarbeitung in Abrechnungssystemen.

Datenschutz und Datensicherheit

Bei Datenschutz und Datensicherheit, Infrastruktur und Know-how werden Energieversorger und Stadtwerke mit dem Smart Meter Roll-out vor große Herausforderungen gestellt. Mitnetz Strom und GISA wollen ihre Kunden bei der wirtschaftlichen und sicheren Einführung der Technologie unterstützen. Mitnetz Strom bringt hierzu eine große Anwendergruppe aus über 30 Erzeugern und Stadtwerken mit ein, GISA steuert ein BSI-zertifiziertes Rechenzentrum, weit über 20 Jahre Branchenerfahrung sowie geschulte und zertifizierte Mitarbeiter für den gesamten Prozess bei. „Das Ziel ist, dass wir gemeinsam die Thematik Smart Meter Roll-out und Daten-Management bearbeiten und einen gemeinsamen Wissensstand entwickeln“, erläutert Dirk Hünlich die Idee der Anwendergemeinschaft. „Die Stadtwerke profitieren von unserem Wissen und können sich zielgerichtet mit dem Thema auseinandersetzen.“

Gemeinsame Erfahrungen

Der Gruppe und allen interessierten Stadtwerken steht ein Multimandanten-Pilotsystem auf Basis des robotron*GWA Managers und des robotron*eSmart bei GISA zur Verfügung. Die Stadtwerke lernen so die Gateway-Administrations-Prozesse sowie die Funktionen des Systems kennen und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für eine wirtschaftliche Umsetzung im späteren Produktivbetrieb. Mitnetz Strom und GISA erhalten in der Anwendergemeinschaft Rückmeldungen über Anforderungen und Wünsche der Teilnehmer. So geht das Thema intelligente Messsysteme für die Stadtwerke weit über die Erfassung von Stromverbrauchsdaten hinaus: Die Integration weiterer Erfassungs- und Abrechnungssysteme von Gas-, Wärme- und Wasserverbrauch verspricht den Marktteilnehmern den größten Nutzen. Die Ablösung der klassischen Ableseverfahren eröffnet zusätzliche Potenziale für den wirtschaftlichen Betrieb. Mitnetz Strom und GISA arbeiten bereits an Lösungen, um die Übertragung von Messwerten aller Sparten abdecken zu können.

Nicht zu viel bezahlen

Die Kooperationspartner sind außerdem in der Lage, alle Leistungen im Bereich Smart Meter modular aufzubauen und anzubieten. Die spezifischen Kundenanforderungen entscheiden über den Umfang der Leistungen, angefangen bei der reinen Beratungsleistung über die Projektierung und den Server-Betrieb bis hin zur Bereitstellung und zum Betrieb der Infrastruktur durch Partnerunternehmen.

Bleibt die Frage nach den Kosten. Kalkulationen hängen von der konkreten Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen ab und können zum jetzigen Zeitpunkt kaum nachhaltig und sicher sein. Mit dem Vorteil exakt auf eigene Bedürfnisse zugeschnittener Dienstleistungen und Infrastruktur – egal, was das neue Gesetz bringen mag – werden Stadtwerke bei Mitnetz Strom und GISA aber nur das bezahlen, was sie wirklich benötigen.

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Quelle: GISA GmbH

Österreichischer Autobahnbetreiber ASFINAG beauftragt T-Systems mit zentralem Mautsystem

09. August 2016

Der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG erteilte T-Systems in Österreich den Zuschlag für das neue Zentralsystem "GO-Maut 2.0". Der Großauftrag umfasst den Betrieb der IT-Systeme für die Mautverrechnung, der rund 230 Vertriebsstellen im In- und Ausland sowie der 48 mobilen Kontroll-Einheiten. Das Unternehmen konnte sich in der Ausschreibung im hart umkämpften Mautmarkt gegen starke Wettbewerber durchsetzen. Zum Einsatz komme zukunftsweisende Virtualisierungs- und Automatisierungstechnologien, die Sicherheit und Qualität erhöhen sowie Kosten senken sollen.

"Dieser Auftrag unterstreicht das nachhaltige Qualitätsversprechen an unsere Kunden", betont Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens. "Es ist ein weiterer Erfolg im Mautumfeld nach Zuschlägen beim Aufbau und Betrieb des Mautsystems in Deutschland und in Belgien."

Ab Anfang 2018 ist T-Systems dafür zuständig, die Mautdaten auf SAP-Basis aufzubereiten und auszuwerten. T-Systems betreibt ab 2018 die Hardware im eigenen hochsicheren Rechenzentrum (Tier3++) im T-Center in Wien und verantwortet die bestehende SAP und Oracle-Software. Ein eigenes Spezialistenteam wird bestehende Applikationen anpassen, weiterentwickeln und modernisieren.

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Quelle: T-Systems International GmbH

Steiniger Weg in die digitale Zukunft: Data Science steckt bei Versorgern noch in den Kinderschuhen

09. August 2016

Energiewende, dezentrale Einspeisung und die hohe Wechselbereitschaft der Kunden - die digitale Ära hat für Strom- und Wasserversorger viele Gesichter. Wie die aktuelle Potenzialanalyse Data Science von Sopra Steria Consulting zeigt, herrscht in der Versorgungswirtschaft weitgehend Einigkeit über die großen Chancen, die sich aus intelligenten Datenanalysen ergeben. Noch aber gelingt es vergleichsweise wenigen Unternehmen in diesem Segment, den analytischen Informationsmehrwert in praktische Prozessverbesserungen und greifbare Kundenvorteile umzumünzen. Für das Gros der Branche sind auf dem Weg dorthin noch etliche Herausforderungen zu meistern.

Kaum ein anderer Wirtschaftszweig hat in der jüngsten Vergangenheit einen derart tiefgreifenden Wandel erlebt wie die Versorgerbranche: Durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien und der wachsenden Anzahl dezentraler Einspeisepunkte werden die Karten bei der Auslastungsplanung der Versorgungsnetze buchstäblich nach Wetterlage täglich neu gemischt. Ein Trend, der die explosionsartige Datenzunahme aufgrund der Konvergenz von IT- und Versorgungsinfrastrukturen nur noch weiter anheizt. Es wundert daher nicht, dass überdurchschnittlich viele Energie- und Wasserunternehmen in der Ausnutzung des neuen Datenrohstoffs ein sehr hohes Potenzial sehen, um ihre digitale Transformation schneller voranzubringen. Laut einer Umfrage für die Potenzialanalyse Data Science von Sopra Steria Consulting trifft dies auf 43 Prozent der Entscheider in deutschen Versorgungsunternehmen zu. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt über alle in der Studie betrachteten Branchen hinweg. In überraschendem Kontrast dazu sind bei Versorgern bisher aber nur relativ wenig abteilungsübergreifende beziehungsweise strategisch ausgerichtete Data-Science-Initiativen angelaufen, nämlich in nur 27 Prozent der befragten Unternehmen. Das ist der zweitschlechteste Wert im Branchenvergleich. Lediglich der Finanzdienstleistungssektor hinkt mit 19 Prozent noch weiter hinterher, während Telekommunikations- und Medienunternehmen mit 71 Prozent klar an der Spitze liegen. Umgekehrt befinden sich in keiner Branche derzeit so viele Data-Science-Projekte in Planung (57 Prozent) wie in der Versorgungswirtschaft - ein Hoffnungsschimmer.

"Im Zuge der Energiewende stehen Versorger natürlich vor besonderen Herausforderungen. Doch gerade in einem massiv veränderten Marktumfeld können innovative Data-Science-Technologien den digitalen Unternehmenswandel spürbar beschleunigen und somit zu einem Vorsprung im Wettbewerb führen", sagt Sascha Krauskopf, Senior Manager Utilities bei Sopra Steria Consulting. Energie- und Wasserlieferanten müssen dabei unter anderem auf den akuten Mangel an Experten mit den erforderlichen Analytics- und Management-Skills reagieren. 43 Prozent der Befragten planen deshalb, mit externen Beratern zusammenzuarbeiten. 52 Prozent hingegen wollen eigene Mitarbeiter aus- und weiterbilden. Letzteres entspricht einer klaren Empfehlung aus dem Managementkompass Data Science von Sopra Steria Consulting, denn auf diese Weise steht wichtiges Branchen-Knowhow von vornherein zur Verfügung. Außerdem enthält der Managementkompass eine vertiefende Darstellung verschiedener Einsatzszenarien von Data Science, die sich teilweise schon heute in der Praxis bewähren. Manche Versorger nutzen beispielsweise Predictive-Analytics-Tools, um ihren Kunden Prognosen bereitzustellen, wieviel Strom deren Photovoltaik-Anlage am Folgetag voraussichtlich produzieren wird. Solche Informationen helfen bei der Koordination von Verbrauch und Netzeinspeisung. Statistische Analysemodelle kombinieren dabei fixe Werte wie Ausrichtung und Größe der jeweiligen Anlage mit variablen Faktoren wie Wetter und Jahreszeit. "Prädiktive Datenanalysen bieten vielfältige Möglichkeiten, um den Komfort und Kundenservice zu verbessern. Vor dem Hintergrund, dass heute jeder Verbraucher online vergleichen und den Anbieter beliebig wechseln kann, erweisen sich individuelle Serviceangebote im Wettbewerb als ein ideales Mittel zur Stärkung der Kundenloyalität", so Sascha Krauskopf.

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Quelle: Sopra Steria GmbH

Homepage des BEMD-Jahreskongresses ist online

15. Juli 2016

Die Homepage für den BEMD-Jahreskongress 2016: Digitalisierung energiewirtschaftlicher Prozesse für den 10.11.2016 in Dortmund ist kürzlich online gegangen. Für alle Interessierten folgt ein kurzer Einblick. Unter http://jahreskongress.bemd.de/ finden Sie alle wichtigen Daten und das Programm des Kongresses.


Abbildung 1: Die Startseite der Homepage bietet Wege zur Programmübersicht, zum Call for Papers sowie zur Registrierung für Besucher (Quelle: trend:research GmbH).


Abbildung 2: Auch unterwegs immer auf die Homepage zugreifen und keine Neuigkeiten verpassen. (Quelle: trend:research GmbH)

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Digitalisierung – und wo bleibt die Rendite?
(Editorial, K. Gutmann)

15. Juli 2016

Wir sind in unserem Streben nach Digitalisierung nicht allein: die Autohersteller machen es, die Banken und auch die Müllabfuhr. Sogar die städtische Bibliothek verleiht eBooks komplett digital für genau vier Wochen und etwa zehn Minuten – dann ist der Bildschirm dunkel und das Buch wieder zurück, ohne Parkplatzsuche, ohne Mahnpostkarte, ohne Eselsohren. Das spart Benzin, Briefmarken und Buchbinderei.

In der Energiewirtschaft mag das durchaus auch so funktionieren, zum Beispiel bei der Kundenbetreuung. Die Selbstbedienungsfunktionen laufen inzwischen auf sämtlichen IT-Plattformen und sind sogar vom 6-Zoll-Bildschirmchen noch zu bedienen. Jeder Self-Service-Kunde spart bares Geld. Es sind schnell mal einige Euro, die pro nicht erfolgtes Telefonat einfach nicht anfallen. Dieses Geld spart der Lieferant unmittelbar ein, und er wird es ebenso unmittelbar wieder dem Wachstum – also einem attraktiven Lieferpreis – zuführen.

Ansonsten bin ich eher skeptisch. Beim Smart Metering hat Deutschland auf Jahre hinaus jede Chance auf digitale Effizienzgewinne verschenkt. Die Kosten für Smart Metering sind höher als in jedem anderen EU-Land. Durch den überlangen Rolloutplan verschenkt Deutschland jede Chance auf Skaleneffekte. Und es fällt mir schwer, an die geldliche und ökologische Rendite durch erzeugungs- und netzdienliche Lastverschiebung im normalen Haushalt zu glauben.

Bei der Bilanzierung bauen wir unnötige Doppelstrukturen auf. Die Massenkundenbilanzierung wird für eine Reihe von Jahren noch beim VNB (Altzähler) erfolgen, gleichzeitig arbeiten sich die ÜNB (Smart Meter) mühsam in die Massenprozesse ein.

Das sind nur ein paar Beispiele von vielen. Meine Sorge ist: ein Teil der Rendite aus der Digitalisierung der Energiewende ist schon wieder weg, bevor sie richtig da ist.

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360-Grad-Blick auf die Digitalisierung: HHL-Studenten entwickeln mit Arvato Systems Analyse-Werkzeuge für Stadtwerke

15. Juli 2016

Neben der Energiewende beschäftigt Stadtwerke heute besonders die rasante digitale Transformation der Energiebranche. Ob Industrie 4.0, Internet-der-Dinge, Smartification oder Big Data – hinter diesen Schlagworten stehen Herausforderungen, die für die Energiedienstleister wettbewerbsentscheidend sind.

Um gerade hier die Potenziale zu heben, haben drei Management-Master-Studierende der HHL Leipzig Graduate School of Management von April bis Juli 2016 eine umfassende Analyse zum Status Quo der Digitalisierung von Stadtwerken erarbeitet. Innerhalb des Praxisprojekts das die Studenten gemeinsam mit dem IT-Spezialisten Arvato Systems durchgeführt haben, wurden zudem aktuelle Modelle zur Messung der Digitalisierung von Energiedienstleistern untersucht. Durch intensive Gespräche mit den Fachexperten auf Unternehmensseite konnten die Hochschüler ein so genanntes Digitalisierungs-Reifegrad-Modell entwerfen. Mit einer 360-Grad-Analyse hilft es Stadtwerken dabei, Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Das studentische HHL-Team, bestehend aus Christian Hoffmann, Kristina Koch und Nicholas Minkner, bilanziert übereinstimmend: „Wir haben uns sehr darüber gefreut, unsere betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in einem Projekt einbringen zu können, das gleichermaßen aktuell wie auch innovativ ist. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur dringend notwendigen Digitalisierung von Stadtwerken beisteuern zu können. Durch das Projekt konnten wir wertvolle Erfahrungen in der Energiebranche sowie bezüglich der Praxis-Anwendung von Strategiekonzepten gewinnen."

HHL-Rektor Prof. Dr. Andreas Pinkwart fügt an: „Digitalisierung ist heutzutage eines der zentralen Themen in der modernen BWL und hat damit gleichfalls eine enorme Relevanz für die HHL. Daher freuen wir uns, dass wir mit starken Partnern der Energieversorgung und Energiedienstleistung aus der Region Leipzig an diesen Themen arbeiten können.“

Daniel Elsner, Senior Manager Business Development bei Arvato Systems, sagt zum Hintergrund des Praxisprojekts: „Die Kooperation mit der HHL greift unseren Beratungsansatz auf und setzt genau dort an, wo es um die Nutzung digitaler Innovationen geht.“ Für die Bertelsmann-Tochter gehört die Beratung von Energiedienstleistern bei der IT-Umsetzung technischer Innovationen zum Tagesgeschäft. Daniel Elsner dazu: „Anspruch des Beratungsansatzes von Arvato Systems ist es, unsere Kunden in die Lage zu versetzen, ihren eigenen Weg der digitalen Transformation erfolgreich zu gehen und die Digitalisierung des Energiemarkts mitzugestalten. Dies gelingt nur, wenn die neuen technologischen Möglichkeiten strategisch berücksichtigt und Potenziale umgesetzt werden können.“

Das Praxisprojekt der HHL mit Arvato Systems wurde studienbegleitend durchgeführt. Es ist fest im Curriculum der Studierenden verankert. Innerhalb des Projektverlaufs fand zwischen den Studenten und den Vertretern von Arvato Systems ein regelmäßiger fachlicher Austausch statt. Neben einer Zwischenpräsentation mit ersten Ergebnissen fand die Abschlusspräsentation des Projekts am 8. Juli 2016 statt.

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Quelle: arvato Systems perdata GmbH

Bundesrat gibt grünes Licht für Einbau intelligenter Stromzähler

08. Juli 2016

Länderkammer warnt vor "unverhältnismäßigen" Kosten
Ab dem kommenden Jahr sollen große Stromkunden hierzulande schrittweise intelligente Stromzähler einbauen, sogenannte Smart Meter. Der Bundesrat gab am Freitag grünes Licht für diese sogenannte Digitalisierung der Energiewende. Smart Meter sollen den Stromkunden Einsparpotenziale aufzeigen und vor allem dabei helfen, die stark schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu steuern.

Die Geräte sollen ab 2017 bei einem Stromverbrauch ab 10.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr eingebaut werden, ab 2020 bei einem Verbrauch ab 6000 kWh. Betroffen sind dann vor allem kleine Betriebe wie Bäckereien oder Restaurants. Bei Privathaushalten, die überwiegend einen geringeren Energieverbrauch haben, soll ab 2020 der Messstellenbetreiber über einen Einbau entscheiden, bei Mietwohnungen der Vermieter.

Der Bundesrat warnte am Freitag in einer zusätzlichen Entschließung vor "unverhältnismäßigen Kosten" und gab außerdem daten- und verbraucherschutzrechtliche Bedenken zu Protokoll. Er forderte ein Mitspracherecht der Verbraucher beim Einbau der intelligenten Messgeräte. Die bislang "nur hypothetischen Annahmen zur Kosten-Nutzen-Analyse" müssten regelmäßig überprüft werden.

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Quelle: www.welt.de

Die Digitalisierung der Energiewende

08. Juli 2016

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende setzen wir das Startsignal für Smart Grid, Smart Meter und Smart Home in Deutschland und ermöglichen so die digitale Infrastruktur für eine erfolgreiche Verbindung von über 1,5 Millionen Stromerzeugern und großen Verbrauchern. Im Zentrum steht die Einführung intelligenter Messsysteme. Sie dienen als sichere Kommunikationsplattform, um das Stromversorgungssystem energiewendetauglich zu machen. Datenschutz wird dabei ganz groß geschrieben - wir haben die anspruchsvollsten Regeln in Europa eingeführt.

Zentrale Aspekte des Gesetzes:

  • Kosten und Nutzen werden sinnvoll in Einklang gebracht:
    Die neuen Regeln schaffen ein ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen des Einbaus und Betriebs intelligenter Messsysteme. Dazu gibt es eine klare Kostenregelung mit Preisobergrenzen. Diese stellen sicher, dass die Kosten den erwarteten Nutzen nicht übersteigen. Der Einbau intelligenter Messsysteme wird darüber hinaus stufenweise erfolgen: Größere Verbraucher und Erzeugungsanlagen übernehmen beim Einsatz moderner Mess- und Steuerungstechnik die Vorreiterrolle, kleinere Stromverbraucher folgen später. Die in den verbrauchsstarken Gruppen gemachten Erfahrungen können dann dafür genutzt werden, Erfahrungen auch für den Haushaltsbereich zu sammeln.
  • Technische Mindestanforderungen gewährleisten Datenschutz und Datensicherheit:
    Das Gesetz schafft neue verbindliche Schutzprofile und technische Richtlinien für intelligente Messsysteme, um Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität zu gewährleisten (PDF: 65 KB). Diese wurden im Auftrage des BMWi vom BSI gemeinsam mit Branchenvertretern unter enger Einbindung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, der Bundesnetzagentur sowie der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt erarbeitet. Die Dokumente sind auf den Internetseiten des BSI veröffentlicht. Sie beinhalten einen technischen Standard für ein "privacy by design". Das Gesetz enthält außerdem detaillierte Regelungen, wer wann auf welche Daten zugreifen darf. So wird einerseits ein hohes Maß an Datenschutz gewährleistet, andererseits können sämtliche Daten, die für die Energieversorgung zwingend erforderlich sind, von den jeweils berechtigten Akteuren genutzt werden.

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Quelle: BMWi

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