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Darauf sollten Verteilnetzbetreiber beim Outsourcing ihrer Abrechnungsprozesse achten

21. September 2017, prego services GmbH

Saarbrücken/Ludwigshafen, 21. September 2017 – Der auf die Energiebranche spezialisierte IT- und Businesspartner prego services erläutert, welche Kriterien Netzbetreiber bei der Auslagerung ihrer Billingprozesse an einen Dienstleister im Auge haben müssen.

Die regulatorischen Anforderungen an Verteilnetzbetreiber werden immer komplexer und unterliegen einem ständigen Wandel. Dafür ist nicht zuletzt das Messstellenbetriebsgesetz und der damit verbundene Roll-Out intelligenter Messsysteme verantwortlich. Kernprozesse wie das Billing können Verteilnetzbetreiber deshalb nur noch mit sehr viel Aufwand in der erforderlichen Qualität umsetzen. Sie müssen ihre Mitarbeiter fortlaufend qualifizieren und ihre Prozesse und Systeme ständig an geänderte Rahmenbedingungen anpassen – und das alles bei gleichzeitig steigendem Kostendruck.

Aus diesen Gründen erwägen viele Netzbetreiber, ihre Billingprozesse an einen Outsourcing-Dienstleister auszulagern. Der auf die Energiebranche spezialisierte IT- und Businesspartner prego services erläutert, worauf bei der Auswahl dieses Dienstleisters zu achten ist.

1. Stringentes Mahnwesen.
Die Netzbetreiber sollten einen Fokus darauf haben, das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren. Stringente Mahnprozesse leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Insbesondere im Rahmen der Netznutzung gegenüber Lieferanten und Einspeisekunden müssen die Mahnprozesse klar strukturiert und über alle Mahnstufen definiert sein. An einen Outsourcing- Dienstleister ergibt sich daraus die Anforderung, die notwendige Erfahrung und erforderliche Sensibilität mitzubringen, um mit den energiewirtschaftlichen Mahnprozessen professionell umzugehen.

2. Effizientes EEG-Meldewesen.
Genauso wichtig sind effiziente und abgestimmte Abläufe im EEG-Meldewesen gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern. Sie schützen die Verteilnetzbetreiber vor Fristüberschreibungen und damit verbundenen Vertragsstrafen sowie Zahlungsausfällen durch unvollständige Datenmeldungen. Die Basis für ein funktionierendes EEG-Meldewesen bilden eine hohe Stammdatenqualität, ein effizienter Neuanlageprozess und eine enge Verzahnung mit der EEG-Abrechnung.

3. Automatisierter Neuanlageprozess.
Für die Bilanzierung und korrekte Abrechnung hat ein weitgehend automatisierter Neuanlageprozess einen wesentlichen Einfluss. Der Fokus ist hier auf die Schnittstellen zu legen – vom Auftragseingang über die Zählersetzung und Inbetriebnahme bis hin zur Abrechnung. Dabei sollten auch komplexe Einspeiseanlagen und vor allem Anlagen mit registrierender Leistungsmessung im Geschäftskundenbereich abgedeckt sein.

4. Branchenspezifische Mitarbeiterqualifikation.
Die nötige Prozess- und Stammdatenqualität verlangt einen fachgerechten Umgang und damit Branchen-Know-how. Der BPO-Dienstleister muss deshalb über Mitarbeiter mit einer hohen Energiemarktkompetenz verfügen.

5. Transparente Leistungsscheine.
Die Schnittstellen und Aufgabenabgrenzung sollten mit dem Outsourcing-Dienstleister eindeutig und vor allem frühzeitig geklärt sein. Bietet der Dienstleister skalierbare Leistungen an, können auch die künftigen Anforderungen abgedeckt werden.

6. Verbindliche SLAs.
Ein entscheidender Faktor für die Qualitätssicherung ist nicht nur die branchenspezifische Qualifikation der Mitarbeiter des Outsourcing-Dienstleisters, sondern auch die Vereinbarung verbindlicher Service-Level-Agreements für beide Seiten. Werden diese mit einem transparenten Reporting kombiniert, reduziert das den Aufwand für die Dienstleistersteuerung auf Seiten des Auftraggebers.

"Durch die Auslagerung ihrer Billingprozesse an einen geeigneten Partner können Netzbetreiber nicht nur auf den steigenden Kostendruck reagieren", sagt Thomas Weichelt, Business Consultant Utility bei prego services. "Sie können damit auch ihre digitale Transformation unterstützen und so den Weg zu Utility 4.0 ebnen. Die freigesetzten Budgets und die gewonnene Zeit schaffen Freiraum für die nötige Entwicklung neuer, smarter Geschäftsmodelle."

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